Über uns

Das Institut für Betriebswirtschaftslehre stellt sich in einer neuen Broschüre vor:

Titelbild Broschüre IfB

 

Institut für Betriebswirtschaftslehre - Beitrag für die Festschrift „350 Jahre CAU“

Durch die Gründung des Instituts für Betriebswirtschaftslehre im Jahr 1957 hat die  Betriebswirtschaftslehre auch an der Universität zu Kiel eine institutionelle Verankerung erfahren und sich als eigenständige wissenschaftliche Disziplin etabliert. Ein wichtiger Meilenstein in  der Geschichte des Instituts war die Einrichtung des Studiengangs Betriebswirtschaftslehre im Jahr 1978. Damit wurde neben der Vergrößerung des Instituts den Studierenden die Möglichkeit gegeben, sich stärker auf betriebswirtschaftliche Inhalte zu konzentrieren.  Der Erfolg des Studiengangs ist offensichtlich. So haben sich bereits zehn Jahre später mehr  als 200 Studierende pro Jahr eingeschrieben. Zum Wintersemester 2013/2014, genau 35 Jahre nach der Einrichtung, wurden 230 Bachelorstudierende sowie 80 Masterstudierende in den entsprechenden Studiengängen neu aufgenommen. Das entspricht einer Auslastung der vorhandenen Lehrkapazität von 156%! Zum Wintersemester 1999/2000 wurde am Institut das Studienkolleg "Betriebswirtschaftslehre" gegründet, das Studierenden anderer Fakultäten eine ergänzende Ausbildung in Betriebswirtschaftslehre ermöglicht. Diese Ausbildung, die vom gesamten Institut für Betriebswirtschaftslehre getragen wird, ist u.a. Bestandteil der seither neu geschaffenen Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftschemie und Wirtschaftsinformatik. Heute nehmen pro Jahr etwa 200 Bachelor- und 40 Master-Studierende in diesen Studiengängen ein Studium auf.

Von Anfang an war das Studium der Betriebswirtschaftslehre von drei Grundprinzipien geprägt: Generalisierung,quantitativ-empirische Ausrichtung sowie Forschungsnähe. Insbesondere im Bachelorstudium wird dem Bedarf gerade kleiner und mittelgroßer Unternehmen an Generalisten und nicht an Spezialisten Rechnung getragen. Auch aus diesem Grunde sind durch die neun Professuren die wesentlichen betriebswirtschaftlichen Funktionen im Institut etabliert, die in Unternehmen unabhängig von der Branche, der Rechtsform oder dem Stadium ihrer Entwicklung wahrzunehmen sind. Die Kieler Betriebswirtschaftslehre ist durch eine theoretisch fundierte Forschung und Lehre geprägt. Daneben wird ein großer Wert auf die quantitativ empirische Überprüfung der theoretischen Aussagen gelegt. Nur durch die Gewinnung quantitativer Befunde über die Realität ist es möglich, empirisch abgesichertes Wissen über die Wirksamkeit betriebswirtschaftlicher Handlungsweisen zu erlangen. Daher ist auch die Ausbildung am Institut für Betriebswirtschaftslehre forschungsorientiert. Sie soll insbesondere im Masterstudium bewusst wissenschaftliche Ansprüche erfüllen, damit die Absolventen exemplarisch vermitteltes Wissen und Techniken auch auf solche Probleme übertragen können, die nicht Gegenstand der Ausbildung sind und dies aufgrund ihrer Neuheit auch nicht sein können. Als Fundament aller drei Grundprinzipien dient der ausgeprägte Praxisbezug des Instituts für Betriebswirtschaftslehre und die enge Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Unternehmen sowie öffentlichen Einrichtungen. Um die Verbindung des Instituts mit der Praxis zu festigen, wurde bereits 1982 die gemeinnützige Gesellschaft für Betriebswirtschaft gegründet. Ihr gehören Unternehmer, Führungskräfte und Unternehmen an. Auch viele Kieler Absolventen sind der Gesellschaft für Betriebswirtschaft beigetreten. Sie bietet eine etablierte Plattform für den Austausch mit der Praxis in Forschung und Lehre und erleichtert den Übergang der Studierenden in das Berufsleben.

Die Aufgabengebiete des Instituts für  Betriebswirtschaftslehre orientieren sich an den gegenwärtigen und zukünftigen Notwendigkeiten von Unternehmen sowie der Gesellschaft als Ganzes. Daher wurden und werden konsequent neue Bedarfe aufgenommen und damit wissenschaftliche Trends maßgeblich mitgestaltet. Dazu zählt insbesondere die Gründung des Instituts für Innovationsforschung im Jahr 1990, als erstes Institut für Fragen des Technologie- und Innovationsmanagements in Deutschland. Darüber hinaus wurde und wird der verstärkten Netzwerkorientierung von Unternehmen Rechnung getragen, indem mehrere Professoren die Koordination und Weiterentwicklung der betrieblichen Leistungserstellung in globalen Konzernen und Unternehmensverbünden zum Gegenstand der Forschung und Lehre haben. Dass gerade in heutiger Zeit die Betriebswirtschaftslehre keineswegs auf eine reine Gewinnmaximierung reduziert bleibt, zeigt sich in neueren Schwerpunkten der betriebswirtschaftlichen Fragestellungen von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit, z.B. im Gesundheitswesen. Anspruch des Instituts für Betriebswirtschaftslehre ist und bleibt es daher, nicht nur den Wandel in der Gesellschaft nachzuvollziehen, sondern im Rahmen seiner Möglichkeiten diesen Wandel konsequent voranzutreiben.